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Lüftung-Funktion

Wie funktioniert eine kontrollierte Wohnraumlüftung ?

Kontrollierte Wohnungslüftung

Die kontrollierte Wohnungslüftung zeichnet sich dadurch aus, dass sie für gleichbleibend hohe Raumluftqualität sorgt. Das bedeutet, dass die Raumluft, die mit Wasserdampf, Gerüchen oder gar Schadstoffen belastet ist, permanent durch Außenluft ersetzt wird. Als Maß für die Belastung der Raumluft wird deren CO 2 -Gehalt angesehen, da alle übrigen Verunreinigungen sich in der Regel proportional dazu verhalten. Ein CO 2 -Anteil von weniger als 0,1 Volumenprozent wird als angenehm empfunden, bei einem CO 2 -Anteil von 0,036 Volumenprozent in der Außenluft.

Art der Tätigkeit

Ausgeatmetes CO 2 [m 3 /h]

Notwenige Zuluftmenge [m 3 /h]

Schlafen, Ruhe

0,01

17 bis 21

Lesen, Fernsehen

0,015

20 bis 26

Schreibtischarbeit

0,02

32 bis 42

Hausarbeit

0,03 bis 0,04

55 bis 72

Handwerkliche Tätigkeit

0,05 bis 0,08

90 bis 130

Um sicherzustellen, dass der CO 2 -Gehalt der Raumluft dauerhaft unter dem Grenzwert von 0,1 Volumenprozent liegt, müssen Luftwechselraten von 0,5 1/h erreicht werden. 

Neben der Abfuhr von Gerüchen und Schadstoffen muss auch insbesondere der in der Raumluft vorhandene Wasserdampf kontrolliert abgeleitet werden, da es sonst in luftdicht isolierten Passivhäusern zu erheblichen Bauschäden durch Tauwasserbildung (z.B. Schimmelpilzbefall) kommen kann.

Auch hierzu ist eine Luftwechselrate von 0,5 1/h notwendig.

 

Abgabe von Wasserdampf in Wohnungen [g/h]

Topfpflanzen

10 bis 20

Wannenbad 

ca. 1100

Dusche 

ca. 1700

Essenszubereitung

400 bis 800

Geschirrspülmaschine

ca. 200

Waschmaschine

200 bis 350

Schlafender Mensch

40 bis 50

Mensch bei Hausarbeit

ca. 90

Mensch bei anstrengender
Tätigkeit

ca. 175

Die Funktion lässt sich folgendermaßen erklären: 

Außenluft wird von Ventilatoren angesaugt und ins Zentralgerät geleitet. Dort übernimmt sie in einem Wärmetauscher die Wärme der Abluft, die zuvor aus der Wohnung abgesaugt wurde. Die solchermaßen erwärmte Außenluft wird nun als Zuluft in die Wohnräume (Schlaf- und Wohnzimmer) geleitet.

Aus Küche, Bad und WC wird hingegen die verbrauchte Raumluft abgesaugt und als Abluft wieder in den Wärmetauscher eingebracht ohne sich mit der Zuluft zu vermischen. Die abgekühlte Abluft verlässt anschließend als Fortluft das Gebäude.

Dieses Prinzip garantiert zum einen bei richtiger Auslegung des Rohrsystems und der Ventilatoren im Zentralgerät die geforderte Luftwechselrate von 0,5 1/h, zum anderen wird durch die hocheffiziente Wärmerückgewinnung in der Tat die Zuluft ausreichend erwärmt, so dass in Passivhäusern auf eine konventionelle Zentralheizung verzichtet werden kann. Der thermische Wärmerückgewin- nungsgrad des Wärmetauschers liegt bei 78 %. Zusätzlich kann die Zuluft bei Bedarf durch eine Luft-Luft-Wärmepumpe oder einen Wasser-Lufterhitzer mit Anschluss an das Fernwärmenetz nacherwärmt werden.

Bei Niedrigenergiehäusern genügt die Wärmerückgewinnung leider nicht aus, hier muss die Luftheizung von einer konventionellen Zentralheizung unterstützt werden.

Lüftung-Funktion

 


Eingetragen am: 23.06.2013 13:21:47

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